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Versicherung beleihen - vergleichen lohnt sich

Um einen Kredit abzusichern oder um die eigene Liquidität zu sichern, beleihen viele Versicherungsnehmer ihre eigenen Policen. Genaues Vergleichen lohnt sich allerdings, denn ansonsten könnte es teuer werden.

Wer einen kurzfristigen finanziellen Engpass überbrücken oder beispielsweise einen Immobilienkredit absichern will, der kann in Deutschland seine eigene Versicherungspolice beleihen. In der Regel handelt es sich dabei um die Lebensversicherung. Wer sich allerdings für diesen Weg entscheidet, der sollte die entsprechenden Konditionen sehr genau prüfen, da es hier teils beträchtliche Unterschiede gibt, die unter Umständen bares Geld wert sein können.

Die einfachste Art, eine Lebensversicherung zu beleihen, ist die Absicherung eines Immobilienkredites. Während die Kreditrückzahlung an die Bank läuft, wird die Lebensversicherung an eben diese Bank übereignet, sozusagen als Sicherheit. Der Versicherungsnehmer bezahlt weiter seine Beiträge und der Versicherungsschutz bleibt bestehen. Etwas komplizierter wird es dagegen bei einem sogenannten Policendarlehen. Diese Art der Beleihung wird meist dann eingesetzt, wenn der Versicherungseigner kurzfristig Kapital benötigt, welches er anderswo nicht beschaffen kann. Ein solches Policendarlehen ist das, was die meisten Versicherungsnehmer unter Versicherung beleihen verstehen.

Konkret funktioniert das Policendarlehen so, dass der Kunde, also der Versicherungsnehmer, sozusagen als Vorauszahlung aus seinem Versicherungsguthaben eine bestimmte Geldsumme als Kredit erhält. Diese Summe wird dann später meist mit der Versicherungssumme verrechnet. Die Vorteile dieser Vorgehensweise: Da keine Sicherheiten bereitgestellt werden müssen, erfolgt auch kein Register-Eintrag über den Kredit. Darüber hinaus bleibt die Versicherungsleistung für den Versicherungsnehmer bestehen. Der Nachteil: Die Zinsen für eine solche Beleihung liegen, je nach Anbieter, zwischen sechs und sieben Prozent.

Wer dagegen günstigere Konditionen für die Beleihung erreichen will, der kann sich an so genannte »Zweitmarktanbieter« wenden, die in der Regel deutlich günstigere und flexiblere Konditionen bieten. Zudem sind hier im Effektivzins meist schon alle Gebühren mit eingerechnet, anders als bei den klassischen Versicherungen.